Arthemos – News

Subunternehmer vs Festanstellung Kostenvergleich

Feb. 5, 2026

Inhaltsverzeichnis

Subunternehmer vs. Festanstellung: Was ist wirklich günstiger? Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der DACH-Region stehen viele Betriebe vor einer Kernfrage: eigene Mitarbeitende einstellen oder mit Subunternehmern arbeiten? Dieser Artikel beleuchtet detailliert die tatsächlichen Kosten, zeigt typische Fallstricke – und hilft Dir, eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung zu treffen.

Was unterscheidet die Kosten von Subunternehmern und Festanstellung?

Auf den ersten Blick wirken Subunternehmer oft teurer, weil der Stunden- oder Tagessatz höher ist als der Bruttolohn eines Angestellten. Doch der Vergleich „Stundensatz vs. Stundenlohn“ greift deutlich zu kurz. Du musst immer die Vollkosten betrachten – also alle direkten und indirekten Kosten, die durch eine Arbeitskraft entstehen.

Grundsätzlich gilt:

  • Festanstellung: geringerer Stundenlohn, dafür zusätzliche Personalnebenkosten, Verwaltungsaufwand, Ausfallzeiten und langfristige Bindung.
  • Subunternehmer: höherer Stundensatz, dafür keine Lohnnebenkosten, kaum Verwaltungsaufwand, hohe Flexibilität – aber eingeschränkte Steuerbarkeit und Abhängigkeiten.

Welche Kosten verursachen festangestellte Mitarbeitende wirklich?

Um Kosten sauber zu vergleichen, musst Du den effektiven Stundenkostensatz einer Festanstellung kennen. Der Bruttolohn ist nur der Anfang.

Direkte Personalkosten

  • Bruttolohn (z. B. 3.000–3.800 € im Monat im Bau-/Handwerksbereich je nach Qualifikation).
  • Arbeitgeberanteile Sozialversicherung (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung).
  • Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Bonus, tarifliche Zuschläge).

Indirekte Personalkosten

  • Bezahlte, aber nicht produktive Zeiten:
    • Urlaubstage
    • Krankheitstage
    • Feiertage
    • Schulung, Unterweisung, Sicherheitsbelehrung
    • Warte- und Rüstzeiten auf der Baustelle
  • Rekrutierungskosten:
    • Stellenanzeigen, Personalberater, Onboarding
    • interner Zeitaufwand (HR, Bauleitung, Geschäftsführung)
  • Arbeitsmittel:
    • Firmenfahrzeug, Werkzeug, Maschinen
    • PSA, Arbeitskleidung
    • IT, Handy, Lizenzen

So berechnest Du den echten Stundenkostensatz

Vereinfacht kannst Du so rechnen:

  • Jahresgesamtbrutto (inkl. AG-Anteile, Zuschläge etc.)
  • geteilt durch produktive Jahresstunden (ca. 1.400–1.600 h, je nach Krankheit/Urlaub/Projektauslastung)

In vielen Betrieben liegt der reale Stundenkostensatz eines festangestellten Facharbeiters schnell bei 30–45 € – bevor noch Gemeinkosten des Unternehmens eingerechnet werden.

Wie setzen sich die Kosten bei Subunternehmern zusammen?

Bei Subunternehmern sind die Kostenstruktur und die Verantwortlichkeiten anders verteilt.

Typische Kostenbestandteile beim Subunternehmer

  • Vereinbarter Stunden- oder Tagessatz (z. B. 40–70 € je nach Gewerk, Spezialisierung und Region).
  • Projektspezifische Zuschläge (z. B. für Nachtarbeit, Wochenenden, Engpässe).
  • Reisekosten / Unterbringung (teils im Stundensatz enthalten, teils separat).

Das Entscheidende: Lohnnebenkosten, Ausfallzeiten, Urlaubsansprüche und Werkzeuge liegen beim Subunternehmer, nicht bei Dir. Du bezahlst ausschließlich die tatsächlich geleisteten Stunden oder Werkleistungen.

Versteckte Risiken und wie Du sie einkalkulierst

  • Scheinselbstständigkeit: falsche Gestaltung kann teuer werden – Verträge und Einsatzform müssen rechtssicher sein.
  • Qualitätssicherung: Nacharbeiten, wenn Leistung nicht passt, können Mehrkosten verursachen – deshalb Referenzen, klare Leistungsbeschreibungen und Gewährleistungsregelungen beachten.
  • Verfügbarkeitsrisiko: gute Subunternehmer sind stark nachgefragt – frühzeitige Planung senkt die Preise.

Subunternehmer vs. Festanstellung: Kostenvergleich im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt typische Unterschiede auf einen Blick.

Aspekt Festanstellung Subunternehmer
Direkter Stundenlohn niedrig (z. B. 18–25 € brutto) hoch (z. B. 40–70 €)
Vollkosten pro Stunde ca. 30–45 € inkl. Nebenkosten entspricht Stundensatz, kaum Zusatzkosten
Lohnnebenkosten vom Arbeitgeber zu tragen beim Subunternehmer, nicht bei Dir
Bezahlte Ausfallzeiten Urlaub, Krankheit, Feiertage nicht Dein Risiko, meist nur produktive Stunden
Planbarkeit hoch, langfristige Personaldecke projektabhängig, teils knapp verfügbar
Flexibilität geringer, Anpassung dauert sehr hoch, Stunden und Laufzeit skalierbar
Verwaltungsaufwand hoch (HR, Lohnbuchhaltung, Recruiting) gering (Vertrag, Abnahme, Abrechnung)
Risiko bei Auftragsflaute Fixkosten bleiben Volumen kann reduziert oder gestoppt werden

Wann lohnt sich welches Modell wirtschaftlich?

Die Entscheidung ist selten entweder–oder. Häufig ist ein hybrides Modell wirtschaftlich am sinnvollsten: ein stabiler Kern aus Festangestellten plus flexible Kapazität über Subunternehmer.

Festanstellung ist meist sinnvoll, wenn …

  • Du dauerhaft eine gleichbleibend hohe Grundauslastung hast.
  • es um Schlüsselpositionen geht (Poliere, Bauleiter, Spezialisten mit Firmen-Know-how).
  • Du eine starke Arbeitgebermarke aufbauen willst und langfristige Bindung wichtig ist.

Subunternehmer sind wirtschaftlich stark, wenn …

  • Deine Auftragslage schwankt (Saison, Projektspitzen, Großaufträge).
  • Du kurzfristig Spezial-Know-how oder zusätzliche Manpower brauchst.
  • Du fixe Personalkosten begrenzen und Risiken auslagern möchtest.

Der zentrale Kostenhebel ist, ob Deine Festangestellten genug produktive Stunden leisten. Je häufiger sie in Wartezeiten, Leerläufen oder Verwaltung gebunden sind, desto teurer wird die interne Lösung im Vergleich zum Subunternehmer.

Konkrete Rechenbeispiele aus Bau und Handwerk

Beispiel 1: Kurzfristiger Großauftrag

Ein Bauunternehmen erhält einen Großauftrag mit 4 Monaten Laufzeit und benötigt zusätzlich 6 Trockenbauer.

  • Festanstellung:
    • Vollkosten je Mitarbeiter z. B. 35 €/h, vertragliche Bindung weit über Projekt hinaus.
    • Risiko: Nach Projektende sind nicht genug Folgeaufträge vorhanden – hohe Fixkosten.
  • Subunternehmer:
    • z. B. 55 €/h, projektbezogener Einsatz für 4 Monate.
    • Nach Projektende keine Kosten mehr – Mehrkosten im Stundensatz können günstiger sein als spätere Unterauslastung.

Beispiel 2: Dauerhaft wiederkehrende Kleinaufträge

Ein Handwerksbetrieb hat konstant viele Wartungsaufträge in der Region.

  • Festanstellung:
    • Hohe Auslastung über das ganze Jahr, kurze Wege, hoher Kundenkontakt.
    • Durch hohe Produktivität sinken die effektiven Stundenkosten deutlich.
  • Subunternehmer:
    • Teurer in der Stunde, weniger Bindung an Kunden, auf Dauer oft unwirtschaftlich.

Die Beispiele zeigen: Kostenoptimierung bedeutet nicht, immer das billigste Modell zu wählen, sondern das passende Modell für die jeweilige Aufgabe und Laufzeit</b.

Wie Dich Arthemos beim Kostenvergleich konkret unterstützt

Wenn Du Dir bei der Entscheidung zwischen Subunternehmern und Festanstellung unsicher bist, kannst Du Dir externe Expertise ins Haus holen. Die Arthemos GmbH unterstützt Betriebe in der DACH-Region bei der schnellen Vermittlung von Fachkräften aus Osteuropa – sowohl für kurzfristige Werkverträge als auch für Festanstellungen.

Über das Netzwerk von Arthemos kannst Du unter anderem folgende Profile beziehen:

  • Abbrucharbeiter, Allrounder, Baggerfahrer / Maschinenführer, Tiefbauer
  • Maurer, Klinkermaurer, Stahlbetonbauer, Einschaler, Eisenflechter
  • Dachdecker, Zimmerer, Trockenbauer, Verputzer, WDVS-Monteure
  • Elektriker Bau/Industrie, Elektriker Photovoltaik, Photovoltaikmonteure
  • HKLS- und Lüftungsmonteure, Schweißer (E-Hand, MIG/MAG, WIG), Vorrichter
  • Fliesenleger, Bodenleger, Pflasterer, Galabauer, Zaunbauer
  • Metallbauer / Schlosser, Tischler, Fenster- und Türenmonteure
  • Produktionshelfer, Helfer verschiedenster Gewerke, Schiffbauer und weitere

Die Vermittlung erfolgt in der Regel innerhalb von 3–5 Tagen. Du kannst so testen, ob ein Subunternehmermodell für Dich wirtschaftlich ist – ohne monatelangen Recruiting-Prozess.

Kontaktmöglichkeiten:

Aktuelle Entwicklungen rund um Fachkräftemangel, Subunternehmermodelle und moderne Personalstrategien findest Du im Arthemos Newsportal unter https://arthemos.de/newsportal/. Wenn Du selbst als selbstständige*r Vertriebspartner*in einsteigen möchtest, findest Du Infos zur Karriere unter https://arthemos.de/karriere/.

Abschließender Überblick: Die Frage „Subunternehmer vs. Festanstellung – was ist günstiger?“ lässt sich nur beantworten, wenn Du alle Kosten, Risiken und die Auslastung realistisch durchrechnest. Festanstellungen lohnen sich bei stabiler Grundlast, Subunternehmer bei Peaks und Spezialaufgaben. Eine Kombination aus beidem bietet meist die beste Kostenstruktur – insbesondere, wenn Du auf ein strukturiertes Vermittlungsnetzwerk wie Arthemos zurückgreifst.

Möchten Sie Ihre Personalprozesse optimieren und schnell qualifizierte Fachkräfte finden?

Wir von Arthemos unterstützen Sie mit passgenauen Lösungen für Ihre Personalbedürfnisse. Unsere Experten sind darauf spezialisiert, Ihr Unternehmen in verschiedenen Bereichen wie Zeitarbeit und Personalvermittlung effizient zu unterstützen – individuell und verlässlich.

Überlassen Sie uns die Personalsuche, damit Sie sich voll auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können!